Autor: Josia Jourdan

  • FBM’18 Termine & Erwartungen

    FBM’18 Termine & Erwartungen

    Heute öffnet die Frankkfurter Buchmesse für alle Fachbesucher ihre Tore & auch wenn ich noch nicht da bin, nehme ich das als Anlass euch meine Termine, Pläne & Erwartungen zu zeigen.

    Vor zwei Jahren war ich bereits einmal an der FBM. (Meinen Bericht dazu findet ihr hier) Ein aussergewöhnliches Erlebnis, welches mich überwältigt hat & gleichzeitig gezeigt hat, dass ich es liebe Interviews zu führen. Für alle, welche das erste Mal auf die Buchmesse gehen, lest den Beitrag von Nick & diesen von Jaqueline

    Was sind also meine Erwartungen für dieses Jahr? 

    Ich habe beschlossen möglichst keine Signierstunden zu besuchen. Aus dem einfachen Grund, dass dieses Jahr kein Autor/keine Autorin vor Ort ist, für den/die ich ein paar Stunden anstehen würde. Ich hoffe darauf viele spannende Gespräche zu führen, Kontakte aufzubauen, Blogger & Bookstagrammer kennenzulernen und gute Interviews zu führen.

    Ich will mir Zeit nehmen, um mir Stände anzuschauen, neue Verlage, Autoren & Bücher zu entdecken. Das Ziel wäre ganz viele neue potentielle Kooperationspartner zu finden, aber auch bereits bestehende Kontakte im persönlichen Gespräch zu festigen. Die Buchmesse bietet die Möglichkeit sich auf unbekannte Dinge einzulassen und die eigene Komfortzone zu verlassen.

    Ganz wichtig ist mir, dass ich weiterhin mutig bleibe und Blogger, Bookstagrammer, Autoren etc. anspreche. Ich will mit tausenden Selfies nach Hause fahren & mich an witzige Begegnungen erinnern. Ich freue mich unendlich die Gesichter hinter den Blogs kennenzulernen und hoffe, dass ich auch ganz oft angesprochen werde.

    An diesem Shirt könnt ihr mich erkennen.

    Meine Termine

    Wie bereits erwähnt, will ich möglichst keine Signierstunde besuchen. Auch Lesungen interessieren mich weniger. Deshalb sind die meisten meiner Termine privat oder nur mit Voranmeldung. Falls ihr euch zu dieser Zeit ebenfalls in der Nähe von einem meiner Termine befindet, schreibt mir unbedingt, vielleicht kann man sich spontan treffen.

    Donnerstag 11.10.18

    15:00 – 15:30             Interview mit Cleo Leuchtenberg (Oetinger Verlagsgruppe)

     

    Freitag 12.10.18

    11:00 – 11:30              Interview mit Melanie Raabe (Verlagsgruppe Randomhouse)

    12:00 – 13:30              Treffen mit Jutta Wilke & Zeit einige von euch zu treffen

    14:00 – 14:30              Interview mit Andreas Eschbach (Bastei Lübbe)

    14.30 – 15.30              evt. Bloggertreffen Oetinger Verlagsgruppe

    15.30 – 16:00              Interview mit Sarah Morgan (Harpercollin’s Verlagsgruppe)

    16:30 – 18:30              Freie Zeit mit viel Zeit zum Leute treffen & die Messe auskundschaften

     

    Samstag 13.10.18

    10:00 – 11:00              Blogger-Frühstück BoD

    11:30 – 12:00              Interview mit Petra Hülsmann (Bastei Lübbe)

    12:00 – 13:00              Freie Zeit zum Leute treffen

    13:00 – 13:30              Interview mit Romy Fölck (Bastei Lübbe)

    13:30 – 14:30              Freie Zeit zum Leute treffen

    14:30 – 15:00              Interview mit Sonja Kaiblinger (Loewe Stand)

    15:30 – 16:30              Freie Zeit zum Leute treffen

    16:30 – 18:00              Bookstagramtreffen

    Abschied

    Ich freue mich, wenn ich möglichst viele von euch sehe. Schreibt mir in die Kommentare

    oder per Mail (josia@jourdan.ch), wenn ihr Lust habt euch mit mir zu treffen. ICH. FREUE. MICH. SO. AUF. DIE. B U C H M E S S E !!!!!

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Das Jugendbuch in der Schweiz: Lösungen | Sonntagsgedanken #41

    Das Jugendbuch in der Schweiz: Lösungen | Sonntagsgedanken #41

    Vor zwei Wochen startete ich meine dreiteilige Reihe über das Jugendbuch in der Schweiz mit einem Bericht über die aktuelle Lage, letzte Woche habe ich diese dann kritisiert & heute bringe ich meine Lösungsvorschläge. Ich danke jetzt schon allen, die diesen Beitrag teilen & sich Gedanken über die Lage des Jugendbuches machen. Und jetzt viel Spass mit meinen (sicherlich nicht perfekte oder vollständigen) Lösungsvorschlägen.

     

    Meine Lösungsvorschläge:

     

    • Medien-Präsenz für Jugendbücher. Jedes Medium, welches regelmässig Bücher bespricht, sollte auch regelmässig Jugendbücher besprechen. Besonders Schweizer-Jugendbücher sollten in den Schweizer Medien besprochen werden. -> am besten wäre es mit Jugendlichen zusammenzuarbeiten. So wie es die bz Basel mit mir macht. Sprich: Jugendliche besprechen Jugendbücher. So können Jugendliche ihre Meinung mit anderen Jugendlichen teilen.

     

    • SRF Literaturclub mit Jugendbüchern wäre ebenso wichtig! Bücher bekommen im Allgemeinen wenig Präsenz im Fernsehen. Es wäre nicht verkehrt zwischendurch auch Jugendbücher im Literaturclub zu erwähnen. -> Fernsehsender meckern darüber, dass keine Jugendlichen Fernseh schauen. Wenn sogar für die wenigen Jugendlichen, die gerne lesen, nichts geboten wird, obwohl man sogar passende Sendungen hätte, wissen wir woran es liegen könnte.

     

    • Für Buchhandlungen habe ich gleich mehrere Ideen: Lesungen mit Jugendbuch-AutorInnen. Warum? Ganz einfach, der Online-Handel übernimmt einen immer grösseren Anteil des Buchhandels. Weshalb sollten Jugendliche in Buchhandlungen einkaufen, wenn diese für Jugendliche nichts bieten? Lesungen wären ein erster Anfang.

     

    • Ebenso wichtig sind attraktive Angebote für alle Altersstufen. Es kann nicht sein, dass «Buch des Monats» etc. sich nur an Erwachsene richten. Jugendliche lesen vielleicht nicht so viel & sind nicht die lukrativsten Kunden, aber ohne Angebote für sie, wird sich das bestimmt nie verändern.

     

    • Jugendbücher sind nur für Jugendliche? Eindeutig nicht! Weshalb stehen sie denn nicht bei den Erwachsenen? Klar ist es einfacher um den Überblick zu halten, aber als Jugendlicher will man vielleicht nicht immer in die «Sonderabteilung» & ausserdem könnten so auch Erwachsene Jugendbücher lesen. Lohnt sich nämlich echt!

     

    • Schweizer Jugendbücher sollen auch bei den anderen Schweizer Büchern stehen. Das wäre nur gerecht.

     

    • Als letzter Punkt für Buchhandlungen habe ich einen der mir sehr am Herzen liegt. Sucht euch Buchhändler mit Fachwissen & Begeisterung für Jugendbücher. Es gibt nichts langweiligeres, als wenn man immerzu Super-Bestseller wie Harry Potter, Panem etc. empfohlen kriegt. Diese Bücher kennt jeder. Dafür braucht es keine Buchhändler. Nein, es braucht Buchhändler, welche Geheimtipps geben können, ein vielfältiges & diverses Sortiment bieten und Jugendliche genauso ernstnehmen wie ihre Erwachsenenkunden.

     

    • Kultur- & Leseförderer jammern oft in Zeitungen & anderen Medien darüber wie wenig heutzutage gelesen wird. Dass genau diese Stiftungen Schweizer Jugendbuch-AutorInnen nur selten Werkbeiträge vergeben, ist sehr schade. Deshalb bitte ich, dass diese Stiftungen nicht nur darauf schauen, wie literarisch ein Buch ist.

     

    • Und nun meine Lösung für alle Buchbegeisterten, AutorInnen & BloggerInnen: setzt euch ein für das Jugendbuch. Schreibt eurer Lieblingsbuchhandlung, ob ihr eine Lesung organisieren dürft, Bücher-Tische mit Tipps machen könnt oder sie wenigstens die Jugendbuchabteilung mit euren Lieblingsbüchern ergänzen können. Schreibt Zeitungen & Magazinen ob ihr Rezensionen schreiben dürft oder sie vielleicht auch mal Jugendbuchtipps empfehlen könnt. Es gibt so viele Ideen mehr…

     

    Fazit:

    Ich bitte alle mehr über Jugendbücher zu sprechen, zu schreiben! Lesen ist etwas so Wichtiges & es wäre schade, wenn das verloren geht. Wir alle können etwas dazu beitragen. Machen wir uns gemeinsam stark & verändern etwas. Schreibt Blogposts über das Thema, seid mutig & redet darüber. Ein Anfang wäre diesen Beitrag zu teilen.

    DANKE an die Buchhandlungen, Zeitungen, Magazine, Stiftungen & Organisationen, welche sich bereits für das Jugendbuch stark machen & uns Jugendliche genauso wichtig nehmen, wie Erwachsene! DAS IST GROSSARTIG!


    Ihr habt selbst noch mehr Lösungsvorschläge: dann ab damit in die Kommentare! Ich bin gespannt, was ihr für kreative Ideen habt.

  • „Ich brauche keinen Verlag“ | Interview mit Alice Gabathuler

    „Ich brauche keinen Verlag“ | Interview mit Alice Gabathuler

    Heute habe ich ein Interview für euch mit der Autorin, welche mitunter Schuld daran hat, dass ich so gerne lese. Alice Gabathuler hält sich seit über zehn Jahren in der Buchbranche. Warum sie mittlerweile einige ihrer Bücher auch im Self-Publishing rausbringt & weshalb es für sie so eine Ehre ist, mit ihrem Buch «Hundert Lügen» auf der Shortlist des Bookstar 2018 zu stehen; das erfahrt ihr wenn ihr weiterlest! Viel Spass.


    Im August ist mit «Hühnerställe schwimmen nicht und das Leben ist keine Doku-Soap» ein neues Buch von dir erschienen. Wobei es gar nicht so neu ist. Es ist bereits 2008 einmal im Thienemann Verlag erschienen. Nach kurzer Zeit war es bereits vergriffen. Weshalb hast du dich entschlossen dieses Buch wieder rauszubringen?

    Wenn man als Autor ein Jahr an einem Buch arbeitet und es dann nach kürzester Zeit verramscht wird, ist das zwar normal, wenn man nicht gerade zur Bestseller-Riege gehört, aber dann ist man nicht mehr auf der Backlist. Bedeutet deine Bücher sind nicht mehr über den Handel erhältlich. Ein ganzes Jahr Arbeit ist weg. Das will ich nicht.

    Ich habe nicht so viele Bücher geschrieben, dass es egal ist, wenn mal ein Titel vom Markt verschwindet. Deshalb lege ich jetzt nach und nach meine verramschten Titel neu auf. Das Endziel ist es, dass alle meine Bücher immer erhältlich sind.

    In «Hühnerställe schwimmen nicht» wird ein Bergdorf wegen fehlender Bachüberbauungen überflutet. Als das Buch zum ersten Mal erschien, war das Thema sehr aktuell. Auch in den letzten Wochen liest man gerade bei uns in der Schweiz wieder von solchen Katastrophen. War das für dich der Grund die Geschichte neu rauszubringen?

    Nein, das hat absolut nichts damit zu tun. Ich mag das Buch so gerne und hätte es sowieso irgendwann im Self Publishing gemacht, wie ich bereits vorhin erwähnt habe. Ich will dieses Buch seit 5 Jahren nochmals neu rausbringen & ich bin dermassen langsam mit Überarbeiten, setzen, Cover etc. Es ist ein Zufall, dass es genau dann rausgekommen ist, als das Thema wieder aktuell ist.

    Nach diesem Buch will ich dann noch «Mordsansgt» (ebenfalls vergriffen) neu rausbringen, damit ich meine Backlist wieder zusammen habe.

    Im Gegensatz zu all deinen anderen Büchern ist Hühnerställe schwimmen nicht ein sehr humorvolles Buch. Ansonsten schreibst du Thriller wie Blue Blue Eyes, Blackout oder Hundert Lügen. Wie war es für dich wieder in diese witzige, schräge Geschichte abzutauchen, welche sich so von dem unterscheidet, was du die letzten zehn Jahre geschrieben hast?

    Zwei Gefühle: Ich habe mich sehr gefreut wieder an dieser Geschichte zu arbeiten. Aber ich habe auch festgestellt, dass ich die Geschichte so wie sie geschrieben ist nicht lassen kann. Sie passte für mich nicht mehr & so war mir schnell klar, dass ich da nochmals einiges überabreiten würde.

    Ich lese das Buch zum zweiten Mal. Bereits 2014 habe ich das Buch mit dem alten Titel «Starkstrom» gelesen. Nun würde mich interessieren, inwiefern du das Buch inhaltlich verändert hast.

    Die Geschichte habe ich überhaupt nicht abgeändert. Ich habe sie gekürzt, konzentriert. Als ich das Buch das erste Mal schrieb hatte ich einen grossen Spass mit witzigen Formulierungen um mich zu werfen. Aber ich habe dann beim Überarbeiten bald gemerkt, dass ich dadurch viel zu viele Ausschweifungen gemacht habe. So sind zum Beispiel aus den ersten 50 Seiten nur noch 30 geworden.

    In einem deiner Blogbeiträge (Link zum Blog hier) hast du geschrieben, dass deine Agentin dich mit ins Self Publishing begleitet hat. Weshalb braucht man als Autorin eine Agentin wenn man ins SP geht? 

    Das kommt darauf an, wie man Agentin definiert. Wenn man damit meint, dass ist die Person, die das fertige Manuskript nimmt & einen Verlag sucht, Verträge macht ect. dann braucht man keine im SP.

    Meine Agentin jedoch ist viel mehr. Sie ist meine Beraterin in Titel, Cover & Inhaltlichen Fragen. Es lauft derzeit nicht optimal in der Buchbranche. Das sieht meine Agentin genauso und es ist klar, dass wir neue Wege brauchen. Und einer dieser Wege, zumindest für die Backlist, ist halt dann das SP. Ich bin froh, dass meine Agentin da mitmacht.

    Weisst du denn schon, ob du mit deinen neuen Büchern ebenfalls den SP-Weg gehen wirst oder so wie bisher klassisch über einen Verlag veröffentlichen?

    Ich habe mich noch nicht erschienen. Derzeit schreibe ich an einem Jugendbuch, das wird über einen Verlag gehen. Für meine anderen Ideen habe ich noch keine Entscheidung getroffen. Wenn ich einen Verlag suche, dann werde ich es folgendermassen machen: vier Monate Suche, ich werde mich nicht hinhalten lassen, ich werde mein Ding durchziehen, der Vorschuss müsste stimmen… Es müsste so viel stimmen. Ich brauche nicht unbedingt einen Verlag. Ich bin relativ desillusioniert von der Verlagsbranche.

    Aber wenn du denn nun deine Bücher als SP rausbringen würdest, hättest du eine Chance überhaupt in die Buchhandlungen zu kommen?

    Nein. Jeder einzelne Verlag bringt im Frühjahr & Herbst dutzende Bücher raus. Nicht mal wenn man im Verlag veröffentlicht ist garantiert, dass das Buch in der Buchhandlung ausliegt.
    Der Buchhändler ist überschwemmt. Wie soll er im Meer der Verlagstitel noch Zeit finden SP-Titel rauszufischen? Ich bin den Buchhandlungen auch nicht böse. Es ist so schwierig über alles Bescheid zu wissen. Trotzdem gibt es immer wieder nette Buchhandlungen, welche SP-Titel mit ins Sortiment nehmen.

    Kommen wir zum Bookstar zu sprechen. Du bist mit deinem Jugendthriller «Hundert Lügen» auf der Shortlist, die besten 5 Titel der Longlist. 

    Schweizer JugendbuchautorInnen haben es nicht leicht bei Buchpreisen. Du hast zwar bereits einmal den renommierten Hans-Jörg Martin Preis für den besten deutschsprachigen Jugendkrimi erhalten, welcher von einer Jury vergeben wird. Wie ist es nun bei einem Buchpreis auf der Shortlist zu stehen, bei dem nur LeserInnen entscheiden, welches Buch gewinnt?

    Es ist grandios! Ich habe mich unendlich gefreut, als ich erfahren habe, dass ich auf der Shortlist stehe. Als dann diesen Donnerstag rausgekommen ist, dass ich es auf die Shortlist geschafft habe, bin ich singend & tanzend durchs Haus gehüpft. Dieser Preis ist eine ganz tolle Sache. Jugendliche können bestimmen, welches Buch gewinnt & für mich als Autorin ist das das Beste!

    Was ich so schade finde, dass dieser Preis so wenig Aufmerksamkeit bekommt. Es stimmt alles, sie machen ihre Arbeit super, aber sie werden weder von den Schweizer Medien unterstützt & auch in den Buchhandlungen fehlt es. Das Jugendbuch ist in der Schweiz praktisch nichts wert. Nicht mal ein Preis wird in den Medien erwähnt. Ich bin ratlos… Trotzdem ist dieser Preis eine super Sache & ich bin sehr glücklich, dass mich die Jugendlichen unter die Top 5 gewählt haben.

    Als Abschluss würde ich gerne noch wissen, wann wir denn ein neues Buch von dir erwarten dürfen.

    Herbst 2019. Mehr darf ich noch nicht sagen.

    Ich bedanke mich bei dir Alice für dieses sehr interessante Interview & gratuliere nochmals zur Shortlist.


    Euch kann ich jetzt nur empfehlen, eines der Bücher von Alice Gabathuler zu lesen. Sie sind alle ganz toll & ihr würdet mir eine grosse Freude damit machen! Schönen Abend noch.

  • Monatsrückblick September 2018

    Monatsrückblick September 2018

    Der September war ein Auf und Ab. Beinhaltet hat er einige richtige Highlights & beendet für mich einen schönen Sommer. Als ich diesen Monatsrückblick geschrieben habe, erinnerte ich mich an so viele Momente. Deshalb mag ich diese Beitragsform so.

    Veranstaltung, Interviews & mehr

    Der September startete mit viel Aufmerksam für mich & meinen Blog. Ich hatte meine Veranstaltung im Bider & Tanner (Bericht hier), wurde fürs Fernsehen & die Zeitung interviewt (Bericht hier). Aussergewöhnliche Erfahrungen, welche mir viel Motivation für die Zukunft schenkten. Ich habe entdeckt, dass ich mit meiner Leidenschaft nicht nur Menschen im Internet begeistern kann, sondern auch im echten Leben.
    Ich habe so viele Ideen für die Zukunft & ich werde versuchen diese umzusetzen. Einer der ersten Schritte war mein neues Blogdesign.

    Schule, Schule & Stress

    Nach einem Hoch kommt auch immer ein Tief. Bei mir war das wirklich krass. Ich wurde überrollt von Aufgaben. Ich musste mehrere Prüfungen schreiben, Aufgaben erledigen und gleichzeitig all meine Hobbys koordinieren. So hatte ich wichtige Hockeyspiele, Konzerte mit Orchester & Ensemble, wollte mich mit Freunden treffen & irgendwie auch noch Zeit für mich finden. An einem Abend ist der Stress dann über mir zusammengebrochen & ohne meine beste Freundin hätte ich nur noch geweint. Ja, ich habe auch manchmal emotionale Tiefs. Wer hat das nicht?

    Nach diesen zwei harten Woche durfte ich zur 50 Jahre Feier des SIKJM (Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien) in Zürich. Ich habe spannende Menschen getroffen & Alice Gabathuler wieder mal gesehen.

    Die letzte Septemberwoche war ich im Schullager in der Lenk im Berneroberland. Eine schöne Möglichkeit die neue Klasse kennenzulernen, aus dem Alltag abzuschalten & den September ausklingen zu lassen.


    Blog

    Auf meinem Blog lief ganz schön viel & ich habe einige richtige Herzensbeiträge geschrieben. Rezensionen zu Büchern wie «Illuminae» & «Weil es dir Glück bringt», welche mir richtig gut gefielen. Das Interview mit Markus Heitz fand ich ebenfalls spannend, zumal es schon einige Monate her war, dass ich es geführt habe.
    Meine liebsten Beiträge seit langem ist meine dreiteilige Sonntagsgedanken-Reihe zum Jugendbuch in der Schweiz. Diese Beiträge fassen zusammen, was mich seit Monaten beschäftigt. Macht euch bereit auf mehr spannende Beiträge & Projekte zu dem Thema.

    Meistgeklickt 

    Blackout / Rezension

    Ich war im Fernsehen! | Sonntagsgedanken #38

    Das Jugendbuch in der Schweiz | Sonntagsgedanken #39

    Illuminae (1) / Rezension

    Monatsrückblick August 2018

    Leute ich versteh euch nicht! Ihr habt meine mittlerweile 8 Monate alte Rezension zu Blackout zum meistgelesenen Artikel im September & allgemein auf meinem Blog erhoben. Das ist verrückt. Bitte sagt mir, dass ihr euch das Buch auch so fleissig kauft, wie ihr meine Rezension lest. DANKE! Vielleicht schaffe ich, dass jemand sich ebenfalls von meiner Lieblingsautorin begeistern lässt.

    Dass ihr die Sonntagsgedanken mögt, wusste ich bereits & es freut mich, dass euer Interesse an meinen Gedanken nach über einem Jahr nicht nachlassen, sondern sogar zunehmen. Danke! Das bedeutet mir so unendlich viel.


    Statistik

    Besucher: 578

    Aufrufe: 1’767

    Likes: 22

    Kommentare: 40

    Der September lief ebenfalls ganz toll & ich bin begeistert, dass ihr meinen Blog so gerne lest. DANKE! Ich hoffe, der Oktober wird genauso gut laufen. Mein Ziel für dieses Jahr wären in einem Monat noch auf 1000 Besucher zu kommen. Ich denke da an den Dezember…


    Mein Lesemonat

    Im September habe ich nicht viel gelesen, aber tolle Bücher & ich bin dabei mir wieder mehr Zeit fürs Lesen zu nehmen. Vor dem Schlafen lese ich einige Kapitel & nehme mir am Nachmittag eine halbe Stunde Zeit ohne Handy zum Lesen. Das mache ich jetzt bereits zwei Wochen & es ist toll!

    Bücher:

    Homo Faber (Schullektüre) von Max Frisch / 208 Seiten

    Weil es dir Glück bringt von Viola Shipman / 432 Seiten

    Hühnerställe schwimmen nicht und das Leben ist keine Doku-Soap von Alice Gabathuler / 188 Seiten

    Der Schatten von Melanie Raabe / 416 Seiten

    Hörbücher:

    «Die Braut sagt leider nein» von Kerstin Gier / 322 Minuten

    Insgesamt also 4 Bücher + 1 Hörbuch = 5 Bücher

    Seiten gesamt: 1243

    Seiten pro Tag: 41

    Minuten gesamt: 322 Minuten

    Minuten pro Tag: 11

     

    Highlight & Flop

    «Homo Faber» hat mir persönlich nicht besonders gut gefallen. Auch wenn es spannend ist zu sehen, wie konstruiert eine Geschichte sein kann & wie jeder einzelner Satz einen Sinn hat, ist die Story eher langweilig.

    Dafür hat mich meine Lieblingsautorin mit «Hühnerställe schwimmen nicht» begeistert! Das Buch ist witzig, aussergewöhnlich & zeigt wie man Diversität ohne grosses Tam-Tam in Jugendbüchern einbauen kann. LEST DAS BUCH!

    «Weil es dir Glück bringt» gefiel mir ebenfalls. So ein tolles Buch. «Die Braut sagt leider nein» von Kerstin Gier habe ich mir zum etwa sechsten Mal angehört, nachdem ich es bereits zwei Mal gelesen habe. Ihr seht… ich liebe es.


    Musik

    Im September habe ich wieder ganz schön viel Musik gehört. Ich habe mich wiederverliebt in Lost In You von Lena! Ich habe mich auch über den neuen Song von Stefanie Heinzmann gefreut. Leider ist Build A House im Gegensatz zu den anderen Liedern der Sängerin für mich kein Highlight. Der Song ist schön & versprüht Sommer-Vibes, aber ich mochte den Stil ihrer älteren Liedern viel lieber.

    Mein Lieblingslied im September & auch jetzt noch ist «HEAD ABOVE WATER» von Avril Lavigne. Dieses Lied berührt mich jedes Mal aufs Neue. Der Text, die Melodie & die Stimme! Alles ist perfekt.

    Film & Serien

    Direkt zu Beginn des Monats bin ich mit meiner kleinen Schwester (6) ins Kino gegangen. Wir sind beide ganz grosse Winnie the Pooh Fans & deshalb mussten wir natürlich Christopher Robin schauen. Ein ganz toller Film! Wir haben beide geweint, gelacht & jede Sekunde des Films genossen. Ausserdem war der gemeinsame Tag für mich wunderschön.

     


    Was habt ihr denn so im September erlebt? Welche Bücher habt ihr gelesen und was war euer Monatshighlight? Freut ihr euch auch so, dass der Herbst jetzt da ist?

     

  • Sprichst du Schokolade? / Rezension

    Sprichst du Schokolade? / Rezension

    Warum «Sprichst du Schokolade?» von CAs Lester ein aussergewöhnliches Buch ist und ich es eines meiner Jahreshighlights sein wird? Das erfahrt ihr in meiner Rezension. Viel Spass beim Lesen!

    Klappentext:

    Was tun, wenn man nicht dieselbe Sprache spricht und aus unterschiedlichen Kulturen kommt? Die rebellische und selbstbewusste Josie und ihre neue Mitschülerin Nadima machen es vor: Sie tauschen Süßigkeiten aus und verständigen sich mithilfe von Emojis. Und so wird schnell klar, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben, als sie je gedacht hätten. Der Anfang einer ganz besonderen Freundschaft! Doch wie jede Freundschaft wird auch diese auf die Probe gestellt …

    Hier kaufen!

    Rezension

    Josies Leben kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Mit einer Rechtschreibschwäche, der Oberzicke Kara und Lehrern, die sie nicht verstanden ist ihr Schulalltag kompliziert. Das Josie selbst nicht unbedingt zur Schadensbegrenzung beiträgt und lieber Protestaktionen veranstaltet und ihr Temperament auslebt, macht die Situation nicht einfacher. Doch dann kommt ein neues Mädchen in ihre Klasse. Nadima ist eigentlich auch nur ein ganz normales Mädchen, doch sie kann kein Englisch. Josie als sehr offener Mensch versucht trotzdem von Beginn an eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Doch wie kommuniziert man mit jemanden, der kaum ein Wort versteht, was man sagt? Mit Emojis & leckerem Essen!
    Schon bald freunden sich die beiden richtig an. Doch das Leben stellt Herausforderungen. Eifersucht zwischen ihr und ihrer besten Freundin Lily, Streit mit Nadima & Auseinandersetzung in der Schule. Und dann erfährt Josie auch noch, dass Nadima aus Syrien flüchten musste.

    Die Geschichte wird uns aus der Sicht von Josie erzählt. Mit viel Humor & gleichzeitig sehr echten Emotionen erzählt sie uns diese Geschichte. Sie ist eine bewundernswerte Person. Offen und bereit aus der eigenen Komfortzone auszubrechen. Gleichzeitig setzt sie sich für ihre Meinung ein & auch wenn sie teilweise stur ist, beweist sie doch sehr viel Stärke.
    Die anderen Charaktere sind ebenso vielfältig. Auch wenn wir alle nur aus Josies Sicht kennenlernen und somit ihre Wahrnehmung der Personen mitkriegen, wird klar, dass alle ihre Ecken und Kanten haben.

    Die Handlung an sich ist witzig, abwechslungsreich und begeisterte mich besonders durch die Freundschaft zwischen Nadima & Josie. Es berührt einen zu sehen, dass es manchmal nicht mehr braucht als ein paar Smileys & Schokolade. Dieses Buch geht viel tiefer, als zuerst gedacht und beinhaltet viele verschiedene Themen. Cas Leser zeigt besonders gut, dass eine gute Freundschaft nicht so leicht zerbricht und dass Vertrauen & Vergebung zwei zentrale Punkte einer jeden Freundschaft sind.

     

    Fazit

    Dieses Buch ist hochaktuell & relevant für uns alle. Die Flüchtlingsthematik betrifft uns früher oder später. Cas Lester hat mit diesem Buch eine Geschichte geschrieben, welche das Thema auf unterhaltsame Weise näherbringt, ohne irgendetwas zu verharmlosen. Ebenso wundervoll finde ich, dass das Buch so viel mehr beinhaltet als bloss ein Thema. Freundschaft steht zentral im Mittelpunkt, genauso wie kulturelle Vielfalt & Vergebung. Ein Highlight, welches berührt, unterhält & zum Nachdenken anregt. Mit mutigen, komplizierten Protagonistinnen überzeugt Cas Lester. Ich kann diesem Buch nur 5 von 5 Sterne geben & empfehle euch dieses Buch zu lesen und es zu verschenken. Es eignet sich ab ca. 10 Jahren, sollte aber auch von Erwachsenen gelesen werden. Man kann schliesslich ganz schön viel von Kindern lernen.

    Danke an den ars Edition Verlag für mein Exemplar!


    Bibliografische Angaben

    12,99 € [D] / 13,40 € [A]

    Erschienen am 18.06.2018

    Ab 10 Jahren

    Hardcover, 240 Seiten

    220 mm x 152 mm

    Übersetzt von: Christine Spindler

    ISBN: 978-3-8458-2735-3

     

  • Das Jugendbuch in der Schweiz: Kritik | Sonntagsgedanken #40

    Das Jugendbuch in der Schweiz: Kritik | Sonntagsgedanken #40

    Letzte Woche habt ihr den ersten Teil meiner dreiteiligen Reihe über das Jugendbuch der Schweiz gelesen. Darin ging es um die aktuelle Situation. Fazit: das Jugendbuch bekommt viel zu wenig Raum in der Schweiz. Wenn ihr den Beitrag noch nicht gelesen habt, findet ihr ihn hier. Heute kritisiere ich & lasse meinen Frust raus. Nächste Woche bringe ich dann meine Lösungsvorschläge.

    Kritik an der aktuellen Situation…

    …im Buchladen 

    Es kann nicht sein, dass Jugendbücher in den Schweizer Buchhandlungen eine so kleine Präsenz haben. Selbst wenn die Jugendbuchabteilungen manchmal gross sind, fehlt es oft an Fachwissen der Buchhänderinnen & Buchhändler. Das erfinde ich jetzt nicht etwa. Es fällt mir einfach immer wieder auf, wenn ich in verschiedene Buchhandlungen gehe.

    Als Jugendlicher lässt man sich vielleicht nicht so viel beraten, wie als Erwachsener, aber damit Buchhandlungen an Reiz behalten müssen diese auch etwas bieten. Eine möglichst grosse Auswahl mit Titeln für jeden Geschmack. Jugendliche stecken mitten in der Entwicklungsphase, das wissen wir alle, deshalb braucht es auch bei den Büchern eine möglichst grosse Diversität. Um diese zu erkennen & in der Buchhandlung angemessen zu präsentieren, braucht es Fachwissen. Niemand will immer die gleichen fünf Bestseller sehen & empfohlen kriegen. Auch Jugendliche nicht!

    …an Veranstaltungen

    Während in Deutschland immer öfters & mit grossem Erfolg Lesungen mit den verschiedensten Jugendbuchautoren durchgeführt werden, fehlt es in der Schweiz fast gänzlich an solchen Veranstaltungen. Bis auf Schullesungen gibt es höchstens all wenige Monate einmal eine grössere Lesung in einer Buchhandlung.
    Das kann ganz einfach nicht sein! Alle Buchhandlungen klagen über Kundennachlass. Klar ist es hart. Der Onlinehandel übernimmt immer mehr. Aber Buchhandlungen haben einen ganz grossen Vorteil & wenn sie den nicht nutzen, weiss ich auch nicht weiter. Beziehungen zu ihren Kunden! Und ja, Kunden sind auch Jugendliche. Und während für jedes neue literarische Super-Meisterwerk eine Lesung kriegt, werden keine Jugendlesungen veranstaltet. Weshalb also sollen Jugendliche in die Buchhandlung kommen und nicht einfach online bestellen?

    …in den Medien

    Letzte Woche wurde schon ganz deutlich, das besonders die Medien das Jugendbuch knallhart ignorieren. Das ist eine Katastrophe, denn Leseförderung fängt schon da an. Was ich dann gar nicht haben kann, wenn genau diese Medien darüber schreiben, wie wenig die Jugend heutzutage liest & dass es unbedingt mehr Leseförderung braucht. Hallo?!? Wie schwer muss es sein zu erkennen, dass man Teil des Problems ist.

    …des Schweizer Jugendbuches

    Während das allgemeine Jugendbuch schon kaum einen Platz findet, hat das Schweizer Jugendbuch nicht einmal Präsenz in Buchhandlungen garantiert. Buchhandlungen, Medien, Organisationen & Veranstalter ignorieren die Schweizer Jugendbuchszene viel zu oft. Nicht immer! Es gibt einige Ausnahmen. Während in Buchhandlungen jedes neue Buch von Schweizer Erfolgsautor xyz einen gesamten Tisch kriegt & auch fleissig empfohlen wird, wird das neue Buch von Schweizer Jugendbuchautor abc vielleicht zwei Mal bestellt. Damit es dann auch da ist. Empfohlen wird es vielleucht in jeder zehnten Buchhandlung & gekauft nur in jeder fünfzigster.
    So fördern wir als unsere JugendbuchautorInnen. NICHT!


    Fazit

    In der Schweiz läuft im Jugendbuchbereich vieles falsch. Beziehungsweise läuft nichts. Das ist schade. Denn Lesen ist so wichtig & es ist schade, wenn dieses wichtige Kulturgut bei Jugendlichen nicht mehr ankommt. Wir brauchen grosse Veränderungen, damit das Jugendbuch in der Schweiz wieder einen angemessenen Platz kriegt. Es braucht Begeisterung & Offenheit für Neues.

    Ich habe viele Ideen & werde euch diese nächste Woche präsentieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr diesen Beitrag teilt & einen Kommentar dalasst.


    Diskutiert in den Kommentaren mit. Wie seht ihr das Jugendbuch? Gerne auch Deutschland oder Österreich bezogen. Was kritisiert ihr? Seht ihr das ganze vielleicht anders?