Autor: Josia Jourdan

  • Aquila | Rezension

    Aquila | Rezension

    Heute habe ich eine Rezension zu „Aquila“ von Ursula Poznanski für euch. Es war mein erstes Buch der Autorin. Besser gesagt Hörbuch, denn ich habe mir den Thriller angehört. Ob mich die Autorin überzeugen konnte, erfahrt ihr wenn ihr weiterlässt. Viel Spass!

    Klappentext

    Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

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  • „Ich wollte ein Abenteuer erleben“ | Interview mit Bachelorette Adela Smajic

    „Ich wollte ein Abenteuer erleben“ | Interview mit Bachelorette Adela Smajic

    Adela Smajic ist 25 Jahre jung, Studentin an der Universität Basel, Moderatorin und Wetterfee bei Tele Basel und Bachelorette 2018 der Schweiz. Die sympathische Baslerin hat sich Zeit genommen meine Fragen bei einem Interview zu beantworten. Das Treffen am Mittwoch 23.5 im Soho hat sehr viel Spass gemacht und ich möchte Adela an dieser Stelle nochmals ganz herzlich dafür danken. Aber nun interessiert euch sicher, was ich sie so gefragt habe und was sie uns zu erzählen hat. Viel Spass beim Lesen!

    Warum hast du bei Bachelorette mitgemacht?

    Ich habe dort mitgemacht, weil ich in meinen dort 24 Jahren noch nie ein solches Abenteuer erlebt hatte, welches ich in zwanzig Jahren dann meinen Kindern erzählen könnte und ich war bis dahin auch noch nie verliebt. Deshalb habe ich beschlossen, versuche ich es doch. Wenn etwas daraus wird, super und wenn nicht, dann würde ich einfach eine coole Zeit erleben.

    https://www.instagram.com/p/BhrzLzqFQd4/?taken-by=adela_bachelorette2018

    Was hättest du gemacht, wenn nichts daraus geworden wäre?

    Das wäre für mich trotzdem eine ganz spannende und tolle Erfahrung gewesen. Ich bin in dieser ganzen Zeit in Thailand wirklich an meine körperlichen und emotionalen Grenzen gekommen. Ich habe ganz viele neue Gefühle erlebt und wusste auch nicht immer wie damit umzugehen.

    Die Produktion, das Team und die Kandidaten waren alle so toll, dass ich mir gesagt habe, falls es nicht klappt, habe ich trotzdem ganz viel Neues erleben dürfen.

    Bachelorette ist allgemein als Trashsendung im TV bekannt. Wie haben Familie und Freunde auf deinen Entscheid da mitzumachen reagiert?

    Logischerweise habe ich mir selbst lange Gedanken darüber gemacht, als ich die Anfrage bekommen habe. Es gibt diese Vorurteile gegenüber der Sendung und deshalb habe ich lange überlegt.

    Meine Familie hat nicht unbedingt wegen dem Format kritisch reagiert, sie haben mich gefragt, ob ich denn wirklich so in die Öffentlichkeit treten will. Denn wenn man da mitmacht, kennt dich nachher jeder und jede in der Schweiz. Man kommt nicht mehr zurück.

    Ich habe für mich dann beschlossen, dass ich das will und finde ich es schade, dass die Sendung als Trash-TV angesehen wird. Viele Szenen sind wunderschön, ästhetisch gefilmt und natürlich ist es Unterhaltungsfernsehen, aber nur Trash gibt es da nicht!

    https://www.instagram.com/p/BiEcgQXFoCl/?taken-by=adela_bachelorette2018

    Dates, Challenges und überall Kameras. Wie bist du mit dieser Action umgegangen? War das nicht alles sehr anstrengend? Bei den Dates sind immer Kameras dabei, da läuft ja viel mehr, als das was man im Fernsehen zu sehen kriegt. Du hast zwar Medienerfahrung, aber das war sicher anders, als eine Show zu moderieren, oder?

    Es ist ganz anders. Wenn ich moderiere schaue ich direkt in die Kamera, das konnte ich bei den Dates ja nicht machen. Es gab einige Momente in denen wir Szenen wegen meinen Blicken in die Kamera wiederholen mussten. Ich musste meine Kameraerfahrung also eher ablegen. Was jedoch gut war, dass ich überhaupt nicht schüchtern war und einfach ich selbst sein konnte.
    Die Dreharbeiten waren intensiv, aber ich hab es genossen und mir auch immer wieder gesagt, dass ich diese Zeit voll auskosten soll, denn ich werde wohl nie wieder etwas ähnliches erleben.

    Wie war es zu wissen, dass das was du sagst, später von der ganzen Schweiz im Fernsehen gesehen wird? Besonders bei intimeren Gesprächen oder emotionalen Momenten war dir bewusst, dass da Kameras sind?

    Die Sache ist, dass ich mich gegenüber vielen Männer in sehr kurzen Zeit öffnen musste. In diesen Momenten realisierst du nicht, dass du alles, was du sagst, der ganzen Schweiz erzählst. Die Schwierigkeit lag für mich eher darin, dass ich bei jedem Date einen kleinen Seelenstriptease hinlegen musste. Ich würde niemals beim ersten Date erzählen, dass ich noch nie verliebt gewesen bin, aber da ich die Männer kennenlernen wollte, habe ich natürlich auch Dinge über mich erzählt.

    Für mich war ganz wichtig, dass ich allen Männern die gleiche Chance gebe. Ich habe mich nicht über Socialmedia vorher über sie informiert, so wie sie es bei mir getan haben. Ich wollte wirklich, dass die Gespräche und das, was sie von sich zeigen während der Sendung, darüber entscheiden, wen ich aussuche.

    https://www.instagram.com/p/BjF01DkFOJx/?taken-by=adela_bachelorette2018

    Hast du das Gefühl, dass du bisher anders dargestellt worden bist im Fernsehen?

    Nein, bisher nicht. Ich bin sehr zufrieden, dass sie mich so aufgefasst haben, wie ich bin. Mit all meinen Lachflashs, Schockmomenten etc. Ich bin wirklich sehrt zufrieden.

    Würdest du nochmals mitmachen?

    Ich habe zwar jemanden gefunden, in den ich mich verliebt habe. Aber wenn das nicht so wäre, würde ich immer wieder mitmachen. Es war die beste Erfahrung meines Lebens! Ich würde morgen nochmals mitmachen.

    Viele Männer bei Bachelorette sind sehr sportlich und achten auf ihr Aussehen. Auch du gehst oft ins Gym, hast deine Brüste machen lassen und die Lippen aufgespritzt. Wie stehst du denn zu Schönheitsidealen?

    Für viele ist es widersprüchlich und trotzdem nicht auf mein Äusseres reduziert werden möchte, obwohl ich mich operieren lassen habe, für mich überhaupt nicht. Du kannst eine Person nicht verurteilen, nur weil sie sich die Brüste machen lassen hat. Wieso soll diese Person denn gleich auch oberflächlich sein? Für mich sind Kurven und Brüste etwas sehr weibliches, das sieht jede Person anders, aber das ist kein Grund zu sagen, dass ich oberflächlich bin, nur weil ich mich weiblich fühlen will.

    Ich weiss auch, dass ich mich auf Instagram sehr freizügig präsentiere, aber ich bin doch nicht bloss, wie ich aussehe, hinter mir steckt ein Charakter. Das war auch früher schon immer schwierig bei Männern, weil viele mich auf mein Aussehen reduziert haben und dann mitten im Date plötzlich gesagt haben „Du bist ja gar nicht so, wie du aussiehst!“ Das kann doch wohl kein Kompliment sein, oder?

    Dir ist es also sehr wichtig nicht in eine Schublade wegen deinem Aussehen gesteckt zu werden. Was sind denn drei Dinge, die dich deiner Meinung ausmachen?

    Genau. Schubladedenken ist blödsinnig.
    Gar nicht so leicht sich selbst zu beschreiben. Aber spontan würde ich sagen, ich bin ein sehr kommunikativer Mensch, ich bin ständig gut drauf, lache dauernd und ich glaube, dass ich ein sehr zugänglicher Mensch. Man kann mit mir auf Augenhöhe reden, egal wer man ist, woher man kommt oder wie man aussieht. Darauf lege ich schon sehr viel Wert.

    Was hat sich in deinem Leben verändert, seit verkündet wurde, dass du die neue Bachelorette bist. In dieser Woche warst du überall zu sehen, hast hunderte Interviews gegeben. Wie schaffst du deinen Alltag zu bewältigen? Schliesslich studierst du nebenher noch, arbeitest bei Tele Basel und Tele Züri und musst unzählige Medientermine wahrnehmen? Wie sieht dein Alltag denn jetzt so aus?

    Ich mache wirklich viel zu viele Sachen. Mein Tag sollte mehr als 24 Stunden haben. Ich studiere Medien und Soziologie an der Uni Basel, moderiere mehrere Shows im Fernsehen und gleichzeitig ziehe ich aktuell noch um. Mein Alltag hat keinerlei Routine. Ich stehe jeden Tag auf und versuche alle meine Termine so gut es geht einzuhalten. Besonders wichtig sind mir da natürlich die Termine beim Fernsehen, aber auch das Studium darf nicht zu kurz kommen.

    Wie findest du da noch Ruhe im Alltag?

    Die Frage finde ich gut! Ich probiere am Abend abzuschalten, kein Smartphone, nicht mehr Party machen und zu entspannen. Am liebsten mit der Familie lecker Essen gehen oder NETFLIX schauen. Ganz wichtig: kein Smartphone! Das stresst mich derzeit am meisten und ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, einige Stunden am Tag offline zu sein.

    Welchse Serien schaust du denn gerne auf NETFLIX. Was sind da so deine Top-Empfehlungen?

    Also ich liebe House of Cards. Obwohl Kevin Spacey so schlecht in den Medien war und ich die Sendung eigentlich nicht mehr unterstützen möchte, aber die Story ist eben schon genial und er hat die Rolle ja auch gut gespielt. Die Serie bleibt gut.

    Blacklist liebe ich über alles! Eine ganz tolle Serie. Auch Narcos habe ich geliebt. Ich bin allgemein ein Fan von Serien, welche politisch leicht angehaucht sind und auch wenn ich mich nicht sonderlich für Politik interessiere, schaue ich Serien, in denen das eine Rolle spielt, doch sehr gerne.

    Greifst du denn auch manchmal zum Buch?

    Nein, Lesen macht mir nicht so viel Spass .

    Wie gehst du mit kritischen Presseartikeln über dich um? Liest du diese?

    Ich würde dich anlügen, wenn ich nein sage. Mich nimmt es schon Wunder, was über mich geschrieben wird und besonders, wie die Story aufgebaut ist. Also anhand von welcher Aussage oder Handlung eine Geschichte aufgezogen wird. Ich denke, das hat etwas damit zu tun, weil ich selbst als Reporterin arbeite und ich es spannend finde zu sehen, wie andere Berufskollegen Artikel schreiben.
    Womit ich aber aufgehört habe, ist Kommentare zu lesen. Die sind oftmals nur beleidigend und null konstruktiv. Das brauche ich nicht.

    Wie ist es für dich, dass du interviewt wirst und nicht mehr du andere interviewst?

    Ich finde es eine wahnsinnig spannende Sache. Ich weiss, dass jeder Journalist mit gewissen Vorurteilen und Erwartungen an Interviews rangeht und es ist toll zu sehen, wenn man diese dann mit seinen Antworten überraschen kann.

    https://www.instagram.com/p/BjIXrOzFKXE/?taken-by=adela_bachelorette2018

    Was bedeutet denn Basel für dich? Könntest du dir vorstellen wegzugehen?

    Nein, Basel ist mein Zuhause. Meine Familie, Freunde und mein Beruf sind hier. Ich habe mir eine Zeit lang überlegt nach Zürich zu ziehen, weil da Medientechnisch viel mehr läuft, aber schon alleine wegen dem Tele Basel könnte ich Basel nie verlassen. Deshalb ein ganz klares Nein.

    Was sind denn so deine Pläne für die Zukunft? Willst du nach Bachelorette weiterhin so in der Öffentlichkeit stehen oder wirst du wieder mehr als Moderatorin und Reporterin im Fernsehen zu sehen sein?

    Also ich möchte schon gerne, den Bekanntheitsgrad beibehalten. Natürlich nimmt der mit der Zeit ab, das ist für mich auch in Ordnung, aber wenn man in der Öffentlichkeit steht, kann man auch etwas bewegen und das finde ich schön.

    Ich werde auch weiterhin als Moderatorin und Reporterin unterwegs sein.

    Selbst in zehn Jahren, wenn ich hoffentlich Kinder habe, möchte ich weiterhin in den Medien arbeiten. Kinder können dich bei deinem Traum unterstützen und auch wenn ich dann zwischendurch mal kürzertreten müsste, will ich unbedingt auch dann noch im Fernsehen zu sehen sein.


    Nun interessiert mich natürlich eure Meinung. Wie hat euch das Interview gefallen? Schaut ihr euch Bachelorette an? Ich kann wirklich nur sagen, dass ich selten eine so sympathische und herzliche Person wie Adela interviewt habe. Ich bin gespannt, wer die letzte Rose bekommt. Die nächste Sendung ist diesen Montag um 20.15 Uhr auf 3+

  • Aura: die Gabe (1) | Rezension

    Aura: die Gabe (1) | Rezension

    Heute habe ich die Rezension zu „Aura: die Gabe“ von Clara Benedict für euch. Ein ausführliches Interview inklusive Gewinnspiel findet sich hier. Schaut gerne vorbei und ansonsten viel Spass beim Lesen meiner Rezension.

    Klappentext

    Einen Jungen aus der Ferne anschmachten, das steht für Hannah nicht zur Debatte – bis sie Jan trifft. Noch während Hannah sich darüber ärgert, dass sie sich immer wieder wie eine Idiotin aufführt,

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  • Gründe ein Buch zu kaufen | Sonntagsgedanken #31

    Gründe ein Buch zu kaufen | Sonntagsgedanken #31

    Wunderschönen Sonntag euch allen. Ich hoffe euch geht es genauso gut wie mir. Die letzten Tage waren für mich wirklich schön. Ich habe die besten Freunde der Welt und auch ansonsten läuft es einfach grossartig. Natürlich nicht perfekt, aber das wäre ja auch langweilig. Heute habe ich deshalb auch einen ganz spontanen Sonntagsgedanken Beitrag. Und zwar geht es darum, weshalb ich immer einen Grund finde Bücher zu kaufen.

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  • „Mein Mann und ich Plotten gemeinsam“ | Interview mit Clara Benedict + Gewinnspiel

    „Mein Mann und ich Plotten gemeinsam“ | Interview mit Clara Benedict + Gewinnspiel

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    Heute habe ich endlich mal wieder ein Interview für euch. Ich verspreche euch, dass in den nächsten Wochen und Monaten noch einige mehr kommen werden. Ich habe da nämlich coole Sachen an Lager.
    Im heutigen Interview hat sich Debütautorin Clara Benedict meinen Fragen gestellt. Mit „Aura: die Gabe“ hat sie im März den Auftakt zu einer neuen Trilogie beim Thienemann Verlag veröffentlicht. Der zweite Band erschienen schon in wenigen Wochen. Lasst euch die Romantasy-Trilogie nicht entgehen und macht bei meinem Gewinnspiel am Ende des Interviews mit jetzt aber zuerst mal viel Spass beim Lesen.

    Als Neuautorin kennen dich vielleicht einige noch nicht. Auf deiner Homepage erfährt man ja so einiges über dich. Kannst du uns etwas verraten, was dort nicht zu finden ist?

    Das ist eine Herausforderung, aber ich gebe mein Bestes. Hier sind fünf Fakten über mich, bei denen ich mir zumindest einbilde, sie seien noch nicht allgemein bekannt. 😉

    – Ich bekomme zu allen möglichen Gelegenheiten Tassen geschenkt, weil jeder weiß, wie gerne ich Kaffee trinke. Mittlerweile habe ich eine riesige Sammlung, bringe es aber nicht übers Herz, das zu thematisieren.

    – Über die Sommermonate fahre ich mit dem Rad zur Arbeit und nutze dafür sämtliche verfügbare Schleichwege, weil es mir unfassbar peinlich wäre, von einem Schüler überholt zu werden.

    – Ich habe die furchtbare Angewohnheit, Bücher zu kaufen und anzuhäufen. Mein SUB wächst immer weiter, gleichzeitig kann ich mich von gelesenen Exemplaren nicht trennen. Vermutlich müssen wir irgendwann anbauen.

    – Ich trage ein Möbiusband als Kettenanhänger und warte darauf, dass mich irgendwann mal jemand spaßeshalber als Former im Außendienst enttarnt. (Ja, das war eine „geheime“ Info aus Band 2!)

    – Bei Vollmond habe ich die Tendenz, Schlafzuwandeln. Einmal hätte ich fast meinen Exfreund mit einem Kissen erstickt (Nein, das ist nicht der Grund, weshalb er mein Exfreund ist!). Ich hatte mir eingebildet, er sei Lord Voldemort. Da muss man sich ja entsprechend verteidigen. 😉

    „Aura: die Gabe“ ist der Auftakt einer neuen Trilogie, welche im März beim Thienemann Verlag erschienen ist. Was war deine Inspiration für diese Romantasy-Trilogie?

    Die Grundidee war, „mal etwas anderes“ zu machen. Und ja, ich weiß selbst, wie vage das klingt. 😉 Wir wollten eine Gabe, deren Grundprinzip sehr einfach ist, sodass man völlig frei ist in der Ausarbeitung. Und wir wollten eine Protagonistin, die zuerst gar nicht begeistert von den zahlreichen Möglichkeiten ist, die sich ihr bieten, und die ihre Kraft in erster Linie für sich selbst nutzt – und prompt die Quittung dafür erhält.

    Du schreibst „wir“ … ?

    Stimmt. Mein Mann und ich plotten gemeinsam, sprechen die verschiedenen Handlungsschritte durch und entwerfen zusammen das Setting. Andere Paare gehen gemeinsam ins Kino, wir sitzen auf der Couch und diskutieren Möglichkeiten der Realitätsverankerung. 😉

    Wie ist es dazu gekommen, dass deine Trilogie beim Thienemann Verlag erschienen ist und wie schwierig war die Verlagssuche?

    Um die Verlagssuche musste ich mich gar nicht kümmern, weil ich das Glück habe, durch eine Agentur vertreten zu werden. Mein großartiger Agent hat sich mit dem Programm und auch mit den Teams verschiedener Verlagshäuser auseinandergesetzt und mich anschließend eingehend beraten. So hat „Aura“ ein Zuhause bei Thienemann-Esslinger bekommen, und ich kann mir nicht vorstellen, irgendwo besser aufgehoben zu sein.

    Lektorieren, überarbeiten, Cover Entwürfe betrachten, Druckfahne lesen. Wie war das alles für dich?

    Im Verlauf der letzten anderthalb Jahre habe ich unglaublich viele neue Erfahrungen gemacht, u.a. dass Kaffee eine lebenserhaltende Maßnahme sein kann.
    Der schönste Aspekt ist die Zusammenarbeit mit dem Lektorat. Es macht unglaublich viel Spaß, gemeinsam an einem Text zu basteln und zu wissen, dass der jeweils andere auch das Bestmögliche herausholen möchte. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass meine Lektorin ein solcher Schatz ist. 😉

    Ansonsten: Druckfahnen haben doofe Ohren. Insbesondere, da ich in meinem „anderen Leben“ Deutschlehrerin bin, was mit einigen Korrekturen verbunden ist. Nicht gerade motivierend, wenn man zuerst die Schülerarbeiten und anschließend seinen eigenen Kram korrigieren muss. *seufz*
    Was ich mir für mein Leben merken werden:
    Keine Insiderwitze für die Lektorin in den Text einbauen, diese Änderung dann vergessen und das Ganze an einen unschuldigen Testleser schicken.

    Wie ist das Gefühl das eigene Buch dann endlich in der Buchhandlung zu sehen und auf die Reaktionen der Leser zu warten?

    Ehrlich gesagt bin ich schon Tage vor der Veröffentlichung in unserer Buchhandlung herumgeschlichen, weil ich unbedingt ein Aura-Exemplar entdecken wollte, ohne dass ich Einfluss darauf genommen habe.
    Ich war allerdings nicht so unauffällig wie geplant. Schon eine Woche später wurde ich mit „Sind Sie nicht die Autorin von Aura?“ angesprochen. Im Prinzip echt cool, auf der anderen Seite eher peinlich, wenn die Autorin ihr Buch wie ein Geier umkreist und sich dabei einbildet, unbemerkt zu bleiben.
    Auf die Leserstimmen zu warten ist unglaublich spannend. Immerhin teilt man eine Geschichte, die sich zuvor nur in der eigenen Fantasie abspielte, plötzlich mit der Welt. Das ist eine wahnsinnig tolle und gleichzeitig beängstigende Erfahrung.

    „Aura“ ist eine Trilogie mit einer guten Mischung aus Romantik und Fantasy. Hannah, die Protagonistin, besitzt telekinetische Kräfte. Aber sie hat auch mit ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen. Wie war es für dich, in eine Teenagerrolle zu schlüpfen und hat dir die Arbeit mit Jugendlichen als Lehrerin dabei geholfen?

    Vielleicht ist der Unterschied zwischen Erwachsenen und Teenagern gar nicht so groß, dass man hier „in eine Rolle schlüpfen“ muss. Klar, ich habe mehr Lebenserfahrung und treffe daher meine Entscheidungen vor einem anderen Hintergrund. Aber um ehrlich zu sein: Wenn ich mit meinen Schülern außerhalb des Unterrichts zusammensitze, vergesse ich meistens, dass ich rund zwanzig Jahre älter bin.

    Deine Charaktere haben Ecken und Kanten. Besonders Jan kommt sehr überheblich und unsympathisch rüber. Weshalb hast du dich für Charaktere entschieden, welche teilweise auch unsympathisch sind und nicht für sympathische, welche beim Leser mehr gepunktet hätten?

    In erster Linie wollte ich authentische Charaktere schaffen. Im „echten Leben“ gibt’s eben auch zwielichtige Typen, die ihre eigenen Ziele verfolgen, egal wie sehr man sich ein Happy End wünscht.
    Jan kriegt es nur mit mäßigem Erfolg hin, sein wahres Selbst zu verbergen, aber Hannah ist so blind vor Gefühlen, dass sie sämtliche Warnsignale ignoriert.
    Im Hintergrund lauert dieses unterschwellige, ungute Gefühl, das man – genau wie Hannah – ausblenden will, schließlich wurde ja eine Liebesgeschichte versprochen. 😉

    Der Thienemann Verlag hat eine große Bloggeraktion für „Aura“ veranstaltet. Für wie wichtig hältst du Blogger und wie handhabst du die Zusammenarbeit mit ihnen? Liest du Rezensionen?

    Ja, natürlich lese ich sie. Immerhin hat sich jemand mit meinen Texten auseinandergesetzt und sich die Mühe gemacht, seine Gedanken auszuformulieren. Das weiß ich zu schätzen, und es hat, unabhängig davon, ob die Rezension positiv oder negativ ausfällt, Respekt verdient.
    Ganz abgesehen davon macht es großen Spaß, sich über die eigenen Geschichten zu unterhalten oder zu lesen, wie darüber diskutiert wird. Und „Aura-Bilder“ machen mich sowieso glücklich. 😉

    Wie du in einem Blogpost bereits verkündet hast, wird 2019 ein weiteres Buch beim Thienemann Verlag erscheinen. Wie wird es also für dich nach der „Aura“ Trilogie als Autorin weitergehen? Und kannst du uns schon erzählen, wovon das neue Projekt handelt?

    Auf diese Frage antworte ich ja gerne mit „Das neue Projekt beginnt dort, wo Aura 3 aufhört“. Meine Lektorin schlägt bei diesem Satz allerdings die Hände über dem Kopf zusammen. (Habe ich erwähnt, dass im letzten Lektorat „Kein Splatter!!!“ am Rand stand?)
    Das Fundament des neuen Projekts ist eine ziemlich krasse Idee, die auf der Entdeckung von Bewusstseinswellen basiert. Mehr möchte ich nicht verraten, nur: Es beginnt dort, wo Aura 3 aufhört. 😛

    !!! Diese Frage überspringen, wenn der erste Band noch nicht gelesen ist!!!

    Jetzt musst du uns aber verraten, was in den beiden Aura-Folgebänden auf uns zukommt.

    Nach der Pleite mit Jan bleibt Hannah nichts anderes übrig, als erwachsen zu werden und ihre Lage realistisch einzuschätzen. Sie wird aus ihrer behüteten Welt herausgerissen und mitten in das Former-Drama geworfen. Dabei spielt auch die Funktionsweise der Gabe eine große Rolle. Wer sich also ein Anknüpfen an das Ende von Band 1 wünscht, wird nicht enttäuscht werden. Sowohl die beklemmende Atmosphäre als auch das Tempo steigern sich erheblich.
    Ab hier weiterlesen!

    Als Abschluss dieses Interviews würde ich gerne wissen, ob du deinen Lesern vielleicht noch einen kleinen Insider zu „Aura“ verraten möchtest.

    Unbedingt!
    Mit 15 war ich unsterblich in einen schwarzhaarigen, blauäugigen Typen aus der Oberstufe verliebt, vor dem ich mich mehrfach ziemlich blamiert habe. Ich muss bei der Erinnerung noch immer grinsen. (Immerhin ist es mittlerweile ein Grinsen, kein Schämen mehr!) Natürlich hat er meine Schwärmerei nicht erwidert, ich war einfach zu peinlich. 😉


    Liebe Clara, ich danke dir für deine interessanten Antworten. Wie hat euch denn das Interview gefallen? Teilt das Interview gerne oder lasst einen Kommentar da.

    Gewinnspiel

    Für euch habe ich nun eine gute Nachricht. Gemeinsam mit dem Thienemann Verlag verlose ich ein Exemplar von Aura die Gabe plus ganz besondere Goodies. Die Teilnahmebedingungen findet ihr unten. (Ihr könnt auch via Instagram teilnehmen!)

    Teilnahmebedingungen
    Schreibt einen Kommentar (Bitte mit Name + E-Mail-Adresse), welche Frage ihr gerne mal einen Autor stellen würdet. Ausserdem solltet ihr die unten stehenden Teilnahmebedingungen erfüllen.
    -du hast meinen Blog via Mail oder WordPress abonniert
    -du schreibst einen Kommentar unter diesen Beitrag
    -du kommst aus einem deutschsprachigen Land
    -du bist mindestens 14 Jahre alt oder verfügst über eine Erlaubnis deiner Eltern für die Teilnahme
    -das Gewinnspiel wird am 31.4.2018 ausgelost und der Gewinner wird per Mail benachrichtigt.

  • Wie  kommt ein Buch in die Buchhandlung? | Sonntagsgedanken #30

    Wie kommt ein Buch in die Buchhandlung? | Sonntagsgedanken #30

    Welche Bücher landen eigentlich in der Buchhandlung? Welche werden von Buchhändlern besonders oft bestellt und welche werden nur mit einem Exemplar ins Regal gestellt? Diesen Fragen bin ich für die heutigen Sonntagsgedanken nachgegangen. Dafür habe ich ein Gespräch mit Franziska Stocker geführt. Sie ist Besitzerin vom Kulturhaus Bider & Tanner, welches unter anderem meine Buchhandlung des Vertrauens ist. Sie arbeitet unter anderem auch in der Jugendbuchabteilung. Ich möchte mich schon jetzt ganz herzlich bei ihr bedanken! Und nun viel Spass beim Lesen!

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