Kategorie: sls

  • Wertlos

    Wertlos

    Wertlos

    Wie oft schon habe ich mir gedacht

    Dass all das was ich bin

    All das was mich ausmacht

    Dieser Körper, dieser Geist

    Ich

    Wie oft habe ich mir gedacht

    Dass ich nichts wert bin

    Wer sagt dir, dass du nichts wert bist?

    Ich werde nicht bestehen

    Ich bin nicht gut genug

    Ich spüre die Verachtung

    Ich sehe die Blicke

    Ich weiss, dass ich nichts wert bin

    Wer sagt dir, dass du nichts wert bist?

    Wie oft habe ich mir gedacht

    Dass ich gerne anders wäre

    Anders, mehr wie die anderen

    Perfekter, gesellschaftskonformer

    Wie oft habe ich mir gedacht

    Dass ich nicht perfekt bin

    Wer sagt dir, dass du nicht perfekt bist?

    Ich lese davon

    Ich höre es Menschen sagen

    Ich sehe es überall

    Ich spüre es jeden Tag

    Ich weiss, dass ich nicht perfekt bin

    Wer sagt dir, dass du nicht perfekt bist?

    Wie oft habe ich mir schon gedacht

    Dass ich lieber so wäre wie sie

    So wie die, von denen sie reden

    Spezieller, besser aussehend

    Wie oft habe ich mir schon gedacht,

    dass ich nicht schön bin

    Wer sagt dir, dass du nicht schön bist?

    Ich sehe es online

    Ich höre es bei meinen Freunden

    Ich erlebe es überall

    Ich verliebe mich in Schönheit

    Aber ich bin nicht schön

    Wer sagt dir, dass du nicht schön bist?

    Ich stehe da und weine

    Ich sage, du hast jedes Recht

    Jedes verdammte Recht glücklich zu sein

    Hör mir zu

    Glaub mir, du bist perfekt

    So wie du bist

    Hör mir zu

    Das gehört zum Leben dazu

    Du wirst das schaffen

    Hör mir zu

    Du kannst sein, wer auch immer du

    Wer auch immer ich sein will

    Aber ich bin doch wertlos

    Ich habe das gar nicht verdient

    Aber will ich wirklich jemand anderes sein?

  • Musik

    Musik

    Für viele Menschen ist Musik etwas

    das sie am Morgen weckt

    mit dem sie schöne Erlebnisse und Momente verbinden

    das sie hören, wenn sie feiern

    das sie hören, wenn sie trauern

    Für mich ist Musik auch all das

    «Aber für mich ist Musik so viel mehr»

    Das sagen viele

    «Musik hat mein Leben verändert»

    Auch das hört man immer wieder

    Aber dass dem auch wirklich so ist?

    Dass es mehr als eine Floskel ist?

    Mehr als bloss etwas, was cool klingt

    Etwas, das einen interessant wirken lässt

    Oder vielleicht lächerlich

    Dass es wirklich Musik ist, die

    Dir das Leben gerettet hat

    Dich fünf Jahre in deinen dunkelsten Stunden begleitet

    Dir auch wenn du keinen Grund zu lächeln hattest, ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat

    Die zu einer Schlachthhymne geworden ist

    Oftmals habe ich das Gefühl auf kein Verständnis zu stossen

    Nicht für meine Liebe zur Musik

    Nicht für die letzten fünf Jahre

    Ja eigentlich für mein ganzes Leben

    Für wer ich eigentlich bin

    Manche Menschen behaupten, sie verstehen mich

    Aber tun sie das wirklich?

    Wissen sie, wie es ist als kleines Boot in hohen Wellen unterzugehen

    Wie es ist, wenn deine Gedanken zerschlagen werden

    Du keine Stimme mehr hast

    Und du das Gefühl hast, dass nur Musik dir eine Stimme gibt

    Musik das ist, was deine Emotionen ausdrückt

    Dir Kraft gibt

    Deine Gedanken wieder zusammensetzt

    Die dich antreibt

    Darum versuche ich es euch zu erklären

    Im Versuch meine Stimme wieder zu finden

    Mich wieder zu finden

    Anderen Menschen meine Geschichte zu erzählen

    Ich kann leider nicht singen, aber ich erzähle es euch

    Ich weiss ja nicht, wie es euch geht

    Aber ich habe ein Lieblingsalbum

    Ich habe eine Lieblingskünstlerin

    Eigentlich mehrere

    Und ich höre immer Musik

    Wirklich immer

    Also so vom Aufwachen, bis zum Einschlafen immer

    Beim Fahrradfahren

    Beim Lesen

    Immer

    Ich habe stundenlang nicht anderes gemacht

    Musik gehört

    Songtexte gelesen

    Musikvideos geschaut

    Und nicht verstanden

    Das mag wohl das Seltsamste sein

    Denn auch wenn ich diese Musik so oft gehört habe

    Sie regelrecht zu meiner Motivation für den Kampf wurde

    Habe ich doch lange nicht verstanden, was mir die Musik sagt

    Und trotzdem hat sie mich über Wasser gehalten, solange bis ich bereit war

    Und irgendwann war ich bereit

    Ich habe verstanden, warum es geht

    Was da gesungen wird

    Was da passiert

    Und was ich zu tun habe

    Natürlich hat das nicht allein die Musik verändert

    Ich möchte nicht eine Illusion kreiren

    Aber ich glaube daran, dass diese fünf Jahre Musik hören

    Dieses eine Album, diese wenigen Songs

    Dass die mich gerettet haben

    Denn ich habe gespürt, was die Musik sagt

    Bevor ich es verstanden habe

    Ich habe gelächelt

    Geweint

    Und geschrien

    Begleitet von Bässen

    Flüsternden Frauenstimmen

    Liedern, die von Sex, Liebe und Unabhängigkeit handeln

    Und von Liedern, die genau das gesagt haben, was ich hören sollte

    Sei du selbst

    Und am Ende hat es all diese Lieder gebraucht.

    Jedes einzelne Wort

    Jede Melodie

    Sex, Liebe und Unabhängigkeit sind genauso zum Thema geworden

    Wie es das «sich selbst sein» schon immer war

    Musik ist für mich das, was mich abgehalten hat Dinge zu tun

    Die alles verändert hätten

    Aber sie hat mich in unschönen Momenten begleitet

    Sie hat mich durch diesen Kampf geführt

    Und ich kann sagen

    Musik hat mein Leben verändert

    Diese drei Minuten und fünfzehn Sekunden

    Haben mir so viel Kraft geben

    Diese Worte endlich zu verstehen

    Zu leben und zu sein

    Das ist unbeschreiblich

    Ja und darum ist Musik für mich so viel mehr

    Vielleicht versteht ihr immer noch nicht

    Das ist in Ordnung

    Aber glaubt mir

    Ohne meine Fightsongs würdet ihr das hier nicht lesen

  • Erlösung

    Erlösung

    Ich sitze in meinem Zimmer auf dem Boden.

    Es ist ein ganz gewöhnlicher Dienstagabend.

    Alles scheint so wie immer.

    Die letzten Sonnenstrahlen leuchten in mein Zimmer.

    Und ich sitzer hier in meinem Zimmer auf dem Boden.

    Aber es nicht so wie immer.

    Oder vielleicht schon.

    Tränen rollen über meine Wangen.

    Dunkle Bässe übertonen mein Schluchzen.

    Eine Stimme erfüllt den ganzen Raum.

    Singt von Freiheit, Erlösung und Auferstehung.

    Und ich sitze hier weinend in meinem Zimmer auf dem Boden.

    Verzweiflung erfüllt jede Zelle meines Körpers.

    Und die gleichen Fragen wie immer drehen sich durch meinen Kopf.

    Vielleicht ist tatsächlich alles wie immer.

    Wer wird meine Erlösung sein?

    Wer wird mich befreien?

    Wer rettet mich?

    Eine weitere Träne löst sich.

    Niemand wird mich retten.

    Niemand wird mich erlösen.

    Niemand wird mich befreien.

    Ich ertrinke in diesen Gedanken.

    Und ich habe keine Kraft dagegen anzukämpfen.

    Möchte, dass alles endet.

    Vielleicht ist das meine Erlösung.

    Vielleicht ist dann nicht mehr alles wie immer.

    Vielleicht. Vielleicht. Immer nur vielleicht.

    Ich bin müde.

    Müde vom Weinen.

    Müde von der Verzweiflung.

    Ich kann das nicht mehr.

    Aber ich kann auch nicht aufgeben.

    Ich weiss, dass die Stimme recht hat.

    Also stehe ich auf.

    Spüre die getrockneten Tränen auf meiner Haut.

    Tauche in die Zukunft.

    Geblendet vom Licht.

    Fühle mich neugeboren.

    Wer weiss schon, wer ich sein werde.

    Ich entscheide, wer ich bin.

    Was ich sein möchte.

    Entscheide über mein Glück.

    Ich breche meine eigenen Ketten.

    Ich bin ehrlich, es ist schmerzhaft.

    Aber es ist meine Zeit zu strahlen.

    Es ist Zeit ICH zu sein.

    ICH werde zu meiner eigenen Erlösung.

    This is my REVIVAL.

  • Am Ende

    Am Ende

    Am Ende

    Ich renne

    Schneller

    Ich bremse nicht

    Ich renne

    Schaue nicht zurück

    Ich muss es hören

    Ich renne

    Höre nicht auf euch

    Die Wahrheit wartet

    Ich renne mitten ins Feuer

    Ihr könnt mich nicht aufhalten

    Ihr könnt schreien so laut ihr wollt

    Ihr könnt sagen was ihr wollt

    Ich renne

    Ich kann nicht anders

    Es zieht mich an

    Ich kann nicht zurück

    Ich muss die Wahrheit hören

    Das Ende wartet

    Das Licht wartet

    Ich renne darauf zu

    Falle

    Stehe wieder auf

    Renne weiter

    Die Kraft verlässt mich

    Niemand hilft mir

    Aber es ist mir egal

    Ich, ich schleppe mich weiter

    Ich bin schon so weit gekommen

    Allein

    Keine Hilfe

    Keine Angst

    Ich muss rennen

    Ich schaffe das

    Ich renne allein weiter

    Ich und du

    Du und ich

    Wir

    Wir sind ich

    Hätte ich dich bloss schon gekannt

    Hätte ich gewusst, dass sich das rennen lohnt

    Hätte ich die Wahrheit früher gesehen

    Aber am Ende sitze ich doch wieder nur in meinem Zimmer

    Blicke dich an

    Dunkle Augen voller Verzweiflung

    Musik, die meine Gedanken umspült

    Stimmen, die mich drängen

    Eine Kraft die an mir zieht

    Aber das ist alles nicht real

    Die Tränen auf meinen Wangen sind es

    Ich renne immer noch und ich weiss

    Am Ende muss ich es allein schaffen

    Ich kann nicht mehr zurück

    Ich weiss, dass ich es tun muss

    Aber werde ich es schaffen?

    Was wenn mich die Kraft davor verlässt

    Was wenn die Stimmen lauter sind?

    Was wenn ich falle?

    Wüsste ich doch nur, dass es sich lohnt

    Wärst da nur du, der mir sagt

    Renn


    Und wären da nicht die anderen

    Die schreien

    Die sagen, ich soll nicht ins Feuer rennen

    Die versuchen mich anzuzünden

    Und die mich versuchen zu Fall zu bringen

    Die verhindern wollen

    dass ich die Wahrheit finde

    Dass ich mich finde

    Dass ich uns finde

    Ich blicke in meine Augen

    In diese dunkle Verzweiflung

    Mehr als ein Funke glüht da nicht mehr

    Aber ich muss es schaffen

    Irgendwann musst du es schaffen

    Du stehst wieder auf

    Du rennst solange bis du angekommen bist

    Denn sonst

    Sonst wirst du niemals wissen

    Sonst werden du und ich

    Wir

    Wir werden niemals wissen, ob es sich lohnt

    Also renne ich

    Allein

    Es kann sein, dass es der falsche Weg ist

    Aber ich weiss, dass es richtig ist

    Ich renne ins Licht

    Renne aufs Ende zu

    Ganz egal was ihr tut

    Ganz egal was ihr sagt

    Ich renne

    Ins Feuer

    Mit dir

    Gemeinsam

    Wir

    Ich

    Renne

  • Traumlocken für das nächste Homekonzert

    Traumlocken für das nächste Homekonzert

    Während der letzten 8 Wochen habe ich die Lockencreme von John Frieda getestet. Das Produkt wird angepriesen als Styling- und Pflegemittel für natürliche Locken. Die Standardgrösse ist 150ml und ist ab circa 12.50 CHF im Handel erhältlich. Die Aufmachung ist, wie die gesamte Lockenreihe von John Frida, in einem dunkeln Violett und Silber gehalten in einer weichen Plastiktube.

    Die Lockencreme ist mir von meiner Friseurin empfohlen worden und wie

    FRIZZ EASE® Traumlocken Definierende Locken-Creme | online kaufen - MANOR

    auf der Packungsbeilage und von ihr angewiesen, habe ich jeweils eine Tropfengrösse Lockencreme nach dem Duschen in meine noch feuchten Haare eingeknetet und so meine Locken geformt und definiert. Das Produkt lässt sich gut verteilen, zieht schnell ein und klebt auch nicht unangenehm. Mit der Zeit habe ich jedoch gemerkt, dass ich bisschen mehr Produkt brauche, wenn ich meine Locken wirklich definiert haben möchte, was wohl an der Menge und Dichte an Haaren liegt.

    Der Effekt ist trotzdem bereits nach der ersten Anwendung klar zu erkennen. Die Locken sind nicht nur definierter, sondern vor allem auch stabiler, weniger aufgebauscht und bleiben so auch bis zur nächsten Haarwäsche in Form. Im Gegensatz zur Anwendungsmethode reibe ich es jedoch in noch nasse Haare ein, da es sich dann besser verteilen lässt und schneller einzieht.

    Insgesamt bin ich mit der Qualität und dem Effekt sehr zufrieden und finde auch den Preis gerechtfertigt. Die 150ml sind noch lange nicht aufgebraucht und ich werde mir das Produkt weiterhin gerne nutzen und kann es allen empfehlen, die ihre Naturlocken mit wenig Aufwand stylen wollen.

    Weniger zufrieden bin ich mit den Inhaltsstoffen der Creme. So habe ich dank der Codecheck schnell überprüft, welche natur- und gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe vorhanden sind. Leider nutzt John Frieda nicht nur mehrere hormonell wirksame Stoffe, sondern auch umweltschädlichen Mikroplastik, der nicht abbaubar ist. Das finde ich im Bezug auf die restliche Qualität doch schade und ist für mich ein Grund das Produkt eventuell nicht mehr nachzukaufen beziehungsweise nach einer Alternative zu suchen.

    Letztendlich hat man mit den Locken einen Look, der jeden internationalen Musikstar in den Schatten stellt und somit ist man bereit für das nächste Lockdownkonzert vor dem Spiegel.

  • „Ich bleibe verletzlich“ – Das neue Album von Selena Gomez

    „Ich bleibe verletzlich“ – Das neue Album von Selena Gomez

    Mit ihrem neuesten Album Rare ist Selena Gomez nach mehr als vier Jahren zurück und möchte damit einen Schlusspunkt setzen.


    Ex-Disneysternchen Selena Gomez hat nach über vier Jahren ein neues Album veröffentlicht. Ein Pop-Album, welches den Sound der US-Amerikanerin definieren und noch ehrlicher und authentischer als sein Vorgänger «Revival» sein soll. Der Albumtitel «Rare» ist sogleich der Titeltrack und eröffnet die Platte. Gomez singt davon, wie einzigartig sie ist und dass sie möchte, dass das auch erkannt wird. Es klingt zuerst wie ein Liebessong, ist letzten Endes jedoch mehr ein Song für die Selbstliebe. Denn es scheint als habe die 28-jährige Künstlerin endlich erkannt, dass sie sich für niemanden verbiegen müsse und dass sie nie wieder für die Liebe einer anderen Person betteln wird. Ein Schlussstrich mit alten Gewohnheiten und ein starker Auftakt für ein Album, welches die Liebe zu sich selbst zelebriert.

    Dem Albumrelease voran gingen zwei Songs, mit denen die Texanerin einen Meilenstein für ihre Karriere gelegt hat. Trotz der eigentlichen Konventionen einen neuen Song am Freitag zu veröffentlichen, wurde die Leadsingle «Lose You To Love Me» an einem Mittwoch releast. Obwohl sie damit nur zwei Tage Zeit für Streams und Verkäufe hatte, platzierte sich der Song bereit weltweit in den Charts und in den USA sogar auf Platz 15. Bereits am nächsten Tag kam ein weiterer Song. «Look At Her Now» ist für ihre Fans, wie die Sängerin auf Instagram schreibt.

    Gomez bricht eine Regel des Musikbussines, öffnet sich der ganzen Welt und es scheint zu funktionieren. Denn nach über zwölf Jahren nach ihrem ersten Charteintritt, erreicht «Lose You To Love Me» in der zweiten Woche Platz 1 der Billboard Charts, sowie gleichzeitig von Rolling Stones und unzählige internationalen Charts.

    Es ist der wohl ehrlichste Song dieses Albums und vielleicht sogar der ehrlichste Song, der von Selena Gomez je erschienen ist. Eine Ballade begleitet von einem Klavier, in dem sie vom Ende ihrer Beziehung mit Justin Bieber singt, ihrer Enttäuschung und dass sie ihn zuerst verlieren musste, bevor sie sich selbst wieder lieben konnte. Ein gefühlvoller Song, in dem der Schmerz zu hören ist und auch beim hundertsten Hören noch schmerzt. Aber sie scheint sich wieder selbst zu lieben. «Look at her now», ja eigentlich das gesamte Album ist ein Beweis dafür. Denn auch wenn sie oft von Enttäuschung und gebrochenen Herzen singt, ist deutlich in den Songtexten, den energetischen Beats und den fröhlichen Melodien zu erkennen, dass all das Vergangenheit ist.

    Selena Gomez - Rare by PlatinumCovers on DeviantArt

    In den Songtexten ist klar zu hören, dass Gomez am Schreibprozess noch mehr mitgewirkt hat, als an ihrem vorigen Album und in Kombination mit den Songwriting-Superstars Julia Michaels und Justin Tranter wird aus Rare eine Platte, die mit Anspielungen, Ehrlichkeit und teilweise humorvollen Metaphern überzeugt. Gomez scheint bereit für eine neue Liebe oder zumindest bisschen Spass. In «Fun», einem Up-Beat Song, singt sie “You get me higher than my medication” (Du machst mich higher als meine Medikamente). Ein Song, der davon handelt, das Selena Gomez gerne mal wieder Spass mit einem Mann hätte, verbirgt Anspielungen auf ihre psychische Gesundheit

    Die Aktivistin, die sich regelmässig für politische Themen einsetzt und passend zum Album-Release Die «Rare-Stiftung» für mentale Gesundheit gegründet hat, singt offen über ihre eigenen Schwächen. Dabei ist jedoch kaum eine Schwere zu hören. Vielmehr sieht sie ihre Verletzlichkeit als Stärke und in in «Vulnerable» (Verletzlich), singt sie «Ich bleibe verletzlich» und auch wenn man annehmen könnte, der Song sei eine Ballade, so ist es Elektropop und Gomez zeigt damit, dass verletzlich sein nichts schwaches ist, sondern Stärke.

    «Rare» versucht nicht verzweifelt mit aktuellen Musiktrends mitzuhalten und überzeugt gerade deswegen. Ein stimmiges Pop-Album mit rotem Faden, einem klaren Konzept und Gomez greift zwar auf typische Gewohnheiten zurück, lässt es sich aber auch nicht nehmen, zu experimentieren.

    Nebst der für Gomez bekannten, weichen Stimme, die teilweise fast schon flüsternd wird, wagt sie sich auch in neue Gefilde. Egal ob ein E-Gitarren Solo, Elektropop oder eine Kollaboration mit Rapper 6lack «Rare» bleibt überraschenderweise ein Album, welches vom ersten bis zum letzten Song stimmig bleibt. Als Produzenten hat sie sich unter anderem Finneas mit an Bord geholt, der mit seiner Schwester Billie Eilish bei den letzten Grammys zu den grossen Gewinnern gehörte.

    Vielleicht liegt es genau daran, dass das Album einen ganz eigenen Klang hat und das, obwohl Gomez sicherlich nicht zu den besten Sängerinnen gehört, die die Musikwelt derzeit zu bieten hat. Aber dafür schafft sie es, Musik zu machen, mit denen sich Menschen identifizieren, in denen es vielmehr um die Atmosphäre und die Songtexte als um eine Stimme à la Mariah Carey geht (nichts gegen Mariah!).


    «Rare» ist authentisch wie das Leben. Ein Zusammenschnitt der letzten viereinhalb Jahre ihres Lebens. Popmusik in all seinen Facetten mit Höhen und Tiefen. Emotional, fröhlich, sexy und in ganz wenigen Momenten traurig. Selena Gomez ist zurück. Stärker, selbstbewusster und mit einer Nachricht für ihre Fans: ihr seid einzigartig!