Während der
letzten 8 Wochen habe ich die Lockencreme von John Frieda getestet. Das Produkt
wird angepriesen als Styling- und Pflegemittel für natürliche Locken. Die
Standardgrösse ist 150ml und ist ab circa 12.50 CHF im Handel erhältlich. Die
Aufmachung ist, wie die gesamte Lockenreihe von John Frida, in einem dunkeln
Violett und Silber gehalten in einer weichen Plastiktube.
Die Lockencreme ist mir von meiner Friseurin empfohlen worden und wie
auf der Packungsbeilage und von ihr angewiesen, habe ich jeweils eine Tropfengrösse Lockencreme nach dem Duschen in meine noch feuchten Haare eingeknetet und so meine Locken geformt und definiert. Das Produkt lässt sich gut verteilen, zieht schnell ein und klebt auch nicht unangenehm. Mit der Zeit habe ich jedoch gemerkt, dass ich bisschen mehr Produkt brauche, wenn ich meine Locken wirklich definiert haben möchte, was wohl an der Menge und Dichte an Haaren liegt.
Der Effekt ist
trotzdem bereits nach der ersten Anwendung klar zu erkennen. Die Locken sind
nicht nur definierter, sondern vor allem auch stabiler, weniger aufgebauscht
und bleiben so auch bis zur nächsten Haarwäsche in Form. Im Gegensatz zur
Anwendungsmethode reibe ich es jedoch in noch nasse Haare ein, da es sich dann
besser verteilen lässt und schneller einzieht.
Insgesamt bin ich
mit der Qualität und dem Effekt sehr zufrieden und finde auch den Preis
gerechtfertigt. Die 150ml sind noch lange nicht aufgebraucht und ich werde mir
das Produkt weiterhin gerne nutzen und kann es allen empfehlen, die ihre Naturlocken
mit wenig Aufwand stylen wollen.
Weniger zufrieden bin ich mit den Inhaltsstoffen der Creme. So habe ich dank der Codecheck schnell überprüft, welche natur- und gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe vorhanden sind. Leider nutzt John Frieda nicht nur mehrere hormonell wirksame Stoffe, sondern auch umweltschädlichen Mikroplastik, der nicht abbaubar ist. Das finde ich im Bezug auf die restliche Qualität doch schade und ist für mich ein Grund das Produkt eventuell nicht mehr nachzukaufen beziehungsweise nach einer Alternative zu suchen.
Letztendlich hat man mit den Locken einen Look, der jeden internationalen Musikstar in den Schatten stellt und somit ist man bereit für das nächste Lockdownkonzert vor dem Spiegel.
Mit ihrem neuesten Album Rare ist Selena Gomez nach mehr als vier Jahren zurück und möchte damit einen Schlusspunkt setzen.
Ex-Disneysternchen Selena Gomez hat nach über vier Jahren
ein neues Album veröffentlicht. Ein Pop-Album, welches den Sound der
US-Amerikanerin definieren und noch ehrlicher und authentischer als sein
Vorgänger «Revival» sein soll. Der Albumtitel «Rare» ist sogleich der Titeltrack
und eröffnet die Platte. Gomez singt davon, wie einzigartig sie ist und dass
sie möchte, dass das auch erkannt wird. Es klingt zuerst wie ein Liebessong,
ist letzten Endes jedoch mehr ein Song für die Selbstliebe. Denn es scheint als
habe die 28-jährige Künstlerin endlich erkannt, dass sie sich für niemanden
verbiegen müsse und dass sie nie wieder für die Liebe einer anderen Person
betteln wird. Ein Schlussstrich mit alten Gewohnheiten und ein starker Auftakt
für ein Album, welches die Liebe zu sich selbst zelebriert.
Dem Albumrelease voran gingen zwei Songs, mit denen die
Texanerin einen Meilenstein für ihre Karriere gelegt hat. Trotz der
eigentlichen Konventionen einen neuen Song am Freitag zu veröffentlichen, wurde
die Leadsingle «Lose You To Love Me» an einem Mittwoch releast. Obwohl sie
damit nur zwei Tage Zeit für Streams und Verkäufe hatte, platzierte sich der
Song bereit weltweit in den Charts und in den USA sogar auf Platz 15. Bereits
am nächsten Tag kam ein weiterer Song. «Look At Her Now» ist für ihre Fans, wie
die Sängerin auf Instagram schreibt.
Gomez bricht eine Regel des Musikbussines, öffnet sich der
ganzen Welt und es scheint zu funktionieren. Denn nach über zwölf Jahren nach
ihrem ersten Charteintritt, erreicht «Lose You To Love Me» in der zweiten Woche
Platz 1 der Billboard Charts, sowie gleichzeitig von Rolling Stones und
unzählige internationalen Charts.
Es ist der wohl ehrlichste Song dieses Albums und vielleicht sogar der ehrlichste Song, der von Selena Gomez je erschienen ist. Eine Ballade begleitet von einem Klavier, in dem sie vom Ende ihrer Beziehung mit Justin Bieber singt, ihrer Enttäuschung und dass sie ihn zuerst verlieren musste, bevor sie sich selbst wieder lieben konnte. Ein gefühlvoller Song, in dem der Schmerz zu hören ist und auch beim hundertsten Hören noch schmerzt. Aber sie scheint sich wieder selbst zu lieben. «Look at her now», ja eigentlich das gesamte Album ist ein Beweis dafür. Denn auch wenn sie oft von Enttäuschung und gebrochenen Herzen singt, ist deutlich in den Songtexten, den energetischen Beats und den fröhlichen Melodien zu erkennen, dass all das Vergangenheit ist.
In den Songtexten ist klar zu hören, dass Gomez am Schreibprozess
noch mehr mitgewirkt hat, als an ihrem vorigen Album und in Kombination mit den
Songwriting-Superstars Julia Michaels und Justin Tranter wird aus Rare eine
Platte, die mit Anspielungen, Ehrlichkeit und teilweise humorvollen Metaphern
überzeugt. Gomez scheint bereit für eine neue Liebe oder zumindest bisschen
Spass. In «Fun», einem Up-Beat Song, singt sie “You get me higher than my
medication” (Du machst mich higher als meine Medikamente). Ein Song, der davon
handelt, das Selena Gomez gerne mal wieder Spass mit einem Mann hätte, verbirgt
Anspielungen auf ihre psychische Gesundheit
Die Aktivistin, die sich regelmässig für politische Themen einsetzt und passend zum Album-Release Die «Rare-Stiftung» für mentale Gesundheit gegründet hat, singt offen über ihre eigenen Schwächen. Dabei ist jedoch kaum eine Schwere zu hören. Vielmehr sieht sie ihre Verletzlichkeit als Stärke und in in «Vulnerable» (Verletzlich), singt sie «Ich bleibe verletzlich» und auch wenn man annehmen könnte, der Song sei eine Ballade, so ist es Elektropop und Gomez zeigt damit, dass verletzlich sein nichts schwaches ist, sondern Stärke.
«Rare» versucht nicht verzweifelt mit aktuellen Musiktrends
mitzuhalten und überzeugt gerade deswegen. Ein stimmiges Pop-Album mit rotem
Faden, einem klaren Konzept und Gomez greift zwar auf typische Gewohnheiten
zurück, lässt es sich aber auch nicht nehmen, zu experimentieren.
Nebst der für Gomez bekannten, weichen Stimme, die teilweise
fast schon flüsternd wird, wagt sie sich auch in neue Gefilde. Egal ob ein
E-Gitarren Solo, Elektropop oder eine Kollaboration mit Rapper 6lack «Rare»
bleibt überraschenderweise ein Album, welches vom ersten bis zum letzten Song
stimmig bleibt. Als Produzenten hat sie sich unter anderem Finneas mit an Bord
geholt, der mit seiner Schwester Billie Eilish bei den letzten Grammys zu den
grossen Gewinnern gehörte.
Vielleicht liegt es genau daran, dass das Album einen ganz
eigenen Klang hat und das, obwohl Gomez sicherlich nicht zu den besten
Sängerinnen gehört, die die Musikwelt derzeit zu bieten hat. Aber dafür schafft
sie es, Musik zu machen, mit denen sich Menschen identifizieren, in denen es
vielmehr um die Atmosphäre und die Songtexte als um eine Stimme à la Mariah
Carey geht (nichts gegen Mariah!).
«Rare» ist authentisch wie das Leben. Ein Zusammenschnitt
der letzten viereinhalb Jahre ihres Lebens. Popmusik in all seinen Facetten mit
Höhen und Tiefen. Emotional, fröhlich, sexy und in ganz wenigen Momenten
traurig. Selena Gomez ist zurück. Stärker, selbstbewusster und mit einer
Nachricht für ihre Fans: ihr seid einzigartig!